
Als mich meine Kundin Svea anrief, war sie gerade aus einer Reha zurück.
Ihr Gemeindedienst in ihrer Kirchengemeinde hatte sie ausgebrannt.
Die Zeit dort hatte ihr gutgetan. Abstand. Ruhe. Durchatmen.
Doch kaum war sie wieder im Alltag, fühlte sich alles erschreckend vertraut an.
Der Druck. Die Erwartungen. Das Gefühl, wieder „laufen zu müssen“.
Nicht, weil sie wollte.
Sondern weil sie es gewohnt war.
Svea funktionierte.
Für andere. Für Abläufe. Für das, was erwartet wurde.
Nicht, weil sie schwach war –
sondern weil sie verantwortungsvoll war.
Sie sagte leise:
„Ich weiß, dass ich mich mehr abgrenzen sollte. Aber es fällt mir so schwer.“
„Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst.“
„Und ich will niemanden enttäuschen.“
Viele tragen genau diese Spannung in sich.
Sie wollen helfen. Verlässlich sein. Niemanden hängen lassen.
Und verlieren dabei sich selbst.
Es geht nicht nur um zu viel Arbeit.
Und auch nicht darum, „einfach öfter Nein zu sagen“.
Oft liegt darunter ein innerer Satz wie:
Ich bin wertvoll, wenn ich funktioniere.
Wenn ich ausfalle, lasse ich andere im Stich.
Dann wird Verantwortung zur Pflicht.
Und Pflicht frisst Kraft.
Nicht, weil du zu wenig liebst –
sondern weil Liebe ohne Selbstschutz gelebt wird.
Wenn ich in der Bibel lese, fällt mir auf,
dass Jesus Menschen nie überfordert, um sie zu gebrauchen.
Er bindet Menschen nicht an Funktion,
sondern ruft sie zuerst in Beziehung.
Wirksamkeit entsteht bei ihm nicht aus Dauerleistung,
sondern aus Verbundenheit.
Das ist ein leiser, aber entscheidender Perspektivwechsel:
Du musst dich nicht aufbrauchen, um treu zu sein.
Und du darfst dich ernst nehmen, ohne untreu zu werden.
Sveas Erschöpfung war kein Zeichen von Versagen.
Sie war ein Signal.
Nicht: Du machst zu wenig.
Sondern: Du trägst zu viel – und zu lange.
Der erste Schritt war nicht eine große Veränderung.
Sondern eine innere Erlaubnis:
Ich darf meine Grenzen ernst nehmen.
Nicht gegen andere.
Sondern auch für mich.
Vielleicht kennst du das auch:
Du übernimmst Verantwortung, weil sonst niemand da ist.
Du sagst Ja, obwohl innerlich längst ein Nein da ist.
Du gibst viel – und fühlst dich trotzdem oft übersehen.
Dann bist du nicht falsch.
Du bist vermutlich loyal. Treu. Verantwortungsbewusst.
Und vielleicht müde.
Wenn du merkst, dass dieses Muster dich schon länger begleitet,
lade ich dich ein, einen nächsten Schritt zu gehen.
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